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Watchlist Januar 2019

Andere gehen aufgrund ihrer Neujahrsvorsätze im Januar vier Mal ins Fitnessstudio, ich gehe vier Mal ins Theater – wenn alles nach Plan läuft.
Schwitzen werde ich bei meinem ersten Theaterbesuch auf jeden Fall genauso, denn es geht in die:

Autistic Disco (10.01., Schaubühne)
Nachdem ich Lars Eidinger ein Mal im Berliner Ensemble mit seiner Autistic Disco habe auflegen hören, möchte ich das Ganze jetzt ein Mal im originalen Setting, der Schaubühne, erleben.
Es ist kein Geheimnis, dass man diese Abende wegen Lars Eidingers Selbstinszenierung als DJ besucht und nicht wegen der Musik an sich, wobei ich sagen muss, dass mir das Set im Berliner Ensemble gar nicht mal so missfallen hat.
Eidinger legt das auf, was ihm im Moment gefällt, da läuft dann eben mal a-ha nach Yung Hurn. Ich finde es irgendwie fetzig – aber natürlich nur ironisch.

© Gianmarco Bresadola

Lenya Story – Eine Hommage an Lotte Lenya und Kurt Weill (13.01., Renaissance Theater)
Sona MacDonald verkörpert in dieser Inszenierung am Renaissance Theater die legendäre Lotte Lenya. Als Frau des Komponisten Kurt Weill wird sie zur ersten Jenny in der bekannten Dreigroschenoper – aufgrund ihres Talents, nicht wegen ihrer Ehe, versteht sich -, für die Uraufführung des Musicals Cabaret wurde die Rolle des Fräulein Schneider extra für sie geschrieben.
Ohne die Einladung meiner Eltern wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen dieses Stück zu besuchen, doch nach etwas Recherche bin ich voller Vorfreude. Eigentlich beinahe eine Schande, dass ich davor noch nie von so einer starken und selbstständigen Frau gehört hatte.

Eine Griechische Trilogie (23.01., Berliner Ensemble)
Zum dritten Mal kehre ich jetzt für die Griechische Trilogie in das Berliner Ensemble, mein Lieblings- und Stammtheater, zurück. Simon Stones Inszenierung war eines meiner persönlichen Highlights 2018, aber das Schwärmen hebe ich mir für den passenden Blogpost auf.
Eine Griechische Trilogie ist ein aus drei antiken Stücken verwobener Netflix-Abend, der auf der Bühne stattfindet. Das Thema Sexismus, Gender und Sex werden modern aufgearbeitet, auf eine Art und Weise, dass niemand gelangweilt die Augen verdrehen könnte. Das Bühnenbild ist crazy und nicht für Asthmatiker geeignet und die Besetzung ist einfach…!
Ich kann nur schwärmen, ich entschuldige mich im Voraus.

© Thomas Aurin
© Tobias Kruse

Coming Society (26.01., Volksbühne)
Coming Society von Susanne Kennedy feiert am 17. Januar Uraufführung mit etwas völlig Neuem. Im Mittelpunkt steht die Thematik, wie sich unsere Gesellschaft mit der Zeit verändert bzw. verändern wird. Dies wird weniger durch ein tatsächliches Theaterstück, mehr als durch eine installative Performance dargestellt. Zuschauer*innen dürfen sich frei bewegen und werden von den Schauspieler*innen in ihren Rollen begleitet.
Ihr könnt euch nichts darunter vorstellen? Ich auch nicht (und deswegen gehe ich hin).

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